Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlage: Der große Ratgeber für Planung, Kosten, Technik & Betrieb

Die letzte Stromabrechnung und Abschlagsübersicht war eine böse Überraschung? Und du fragst dich vielleicht: Lohnt sich eine PV-Anlage und die damit verbundene Investition? Um diese Frage zu beantworten, spielen verschiedene Faktoren eine entscheidende Rolle. Wichtig ist dabei, nicht zu schätzen, sondern alles genau durchzurechnen und durchzuplanen. Denn nur eine präzise Ertrags- und Kostenabschätzung dient als Entscheidungsbasis.

Der folgende Ratgeber dient als Fahrplan für deine zukünftige PV-Anlage und erklärt dir von den Basics bis zum Betrieb alle wichtigen Grundlagen. Darin sind vor allem die Punkte Planung, Kosten, Technik und Umsetzung näher erklärt. Anschließend verstehst du PV besser, kannst genau planen und deine eigene Photovoltaikanlage umsetzen.

Du benötigst Unterstützung? venturama Solar überprüft Ertrag und Kosten unverbindlich und zeigt dir realistisch, welche Möglichkeiten du bei deinem Objekt hast. Dabei setzen wir auf Stabilität, Sicherheit und hochwertige, innovative Komponenten für ein verlässliches System.

Jetzt kostenlos beraten lassen!

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist eine Photovoltaikanlage? – Definition & Grundlagen
    • Die Funktionsweise von Photovoltaik einfach erklärt
    • Wichtige Kennzahlen einer Photovoltaikanlage
    • PV-Anlage mit Solarthermie und Balkonkraftwerk im Vergleich – was sind die Unterschiede?
  • Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage am Tag? – Ertragsfaktoren und Effizienz
    • Typische Stromproduktion pro Tag je nach PV-Anlage
  • Passt eine Photovoltaikanlage zu deinem Vorhaben? So findest du es heraus
    • Dachausrichtung & Dachneigung
    • Verschattungen erkennen und entsprechend reagieren
    • Elektroinstallationen im haus
    • Gewicht & Statik
  • Die Wahl der richtigen Anlagengröße
    • Richtige Dimensionierung und Planung der Dachfläche und PV-Anlage
    • Tipp: An die Zukunft denken, um die PV-Anlage später erweitern zu können
  • Kosten einer PV-Anlage: Preise, Faktoren & Wirtschaftlichkeit
    • Finanzierung und Förderung: Diese Möglichkeiten gibt es
  • Eigenverbrauch oder Einspeisung? So wird der Solarstrom clever genutzt
    • Einspeisevergütung, EEG & Solarspitzengesetz
  • Aufbau einer Photovoltaikanlage: Diese Komponenten sind wirklich erforderlich
  • Wahl der richtigen Unterkonstruktion für hohen Dachschutz und Stabilität
  • Wichtige PV-Anlage-Varianten im Überblick – finde heraus, welche zu dir passt
  • Montage, Installation & rechtssichere Inbetriebnahme
    • Checkliste: Von der Planung bis zur vollständigen, rechtssicheren Inbetriebnahme
  • PV-Anlage anmelden und genehmigen lassen
  • Steuern, Umsatzsteuer & Steuererklärung: Diese Freigrenzen und Möglichkeiten gelten
  • PV versichern und regelmäßig warten: So stehen Anlagenbesitzer auf der sicheren Seite
  • Blick in die Zukunft: An morgen denken und langfristig profitieren
  • Plane jetzt deine eigene Photovoltaikanlage und starte durch
  • Häufig gestellte Fragen zum Thema Photovoltaikanlagen

 

Gerade keine Zeit zu lesen?

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht in Strom um und amortisiert sich meist nach ca. 11 Jahren. Für maximale Effizienz sind eine Südausrichtung, 30–35° Neigung sowie die Vermeidung von Verschattung entscheidend. Da die Einspeisevergütung sinkt, ist ein hoher Eigenverbrauch – oft unterstützt durch Stromspeicher oder smarte Steuerung – der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit. Anlagen bis 30 kWp profitieren zudem von Steuerbefreiungen. Die professionelle Planung von Statik, Komponenten und Netzanschluss ist für einen sicheren, rechtskonformen Betrieb unerlässlich.

Was ist eine Photovoltaikanlage? – Definition & Grundlagen

Bei einer Photovoltaikanlage handelt es sich um eine Anlage, die Sonnenenergie aufnimmt und sie mittels photovoltaischem Effekt in den Solarzellen in elektrische Energie umwandelt. Ziel ist es, den daraus gewonnenen Strom im eigenen Haushalt oder Gewerbe zu nutzen (Eigenverbrauch) und überschüssigen Strom ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen.

Je nach Gegebenheit sind dabei verschiedene Einsatzorte möglich, so beispielsweise das Hausdach, die Garage/der Carport, die Fassade oder der Garten mit seinen Freiflächen.

Die Funktionsweise von Photovoltaik einfach erklärt

Die Solarmodule einer Photovoltaikanlage erzeugen zunächst aus dem gewonnenen Sonnenlicht Gleichstrom (DC). Damit er im Haushalt und Stromnetz genutzt werden kann, wird der Gleichstrom in Wechselstrom (AC) umgewandelt und steht jetzt für alle Verbraucher zur Verfügung.

Ziel sollte es sein, den Eigenverbrauch so hoch wie möglich zu halten, damit so wenig Strom wie möglich hinzugekauft werden muss. Entsteht doch ein Überschuss, kann er in das öffentliche Stromnetz eingespeist und somit gegen eine Vergütung verkauft werden. Er kann aber auch in einem hauseigenen Stromspeicher zwischengespeichert und später genutzt werden.

Wichtige Kennzahlen einer Photovoltaikanlage

  • kWh: Energiemenge, die erzeugt und verbraucht wird.
  • kWp: Theoretisch mögliche Spitzenleistung einer Photovoltaikanlage unter bestimmten Bedingungen.
  • Eigenverbrauch: Der Anteil des erzeugten Stroms, der selbst genutzt wird.

Autarkiegrad: Der Anteil des Strombedarfs, der selbst abgedeckt wird.

Photovoltaikanlage mit Solarthermie und Balkonkraftwerk im Vergleich – was sind die Unterschiede?

Häufig werden diese Anlagen in einen Topf geworfen und gleichgesetzt. Allerdings unterscheiden sie sich grundlegend.

Eine Photovoltaikanlage erzeugt reinen Strom, der vielseitig Verwendung findet (beispielsweise im Haushalt, zum Laden eines E-Autos oder zur Einspeisung). Eine Solarthermie hingegen produziert reine Wärmeenergie, die für das Warmwasser und die Heizungsunterstützung verwendet wird. Ein Balkonkraftwerk erzeugt genauso wie die PV-Anlage Strom, allerdings ist diese Anlage weitaus kleiner. Hier steht eine begrenzte Spitzenleistung zur Verfügung.

Tipp: Mit einer großen Photovoltaikanlage (z. B. auf dem Dach) wird der Ertrag deutlich erhöht, es gibt mehr Nutzungsmöglichkeiten und mehr Planungsspielraum. Außerdem besteht die Möglichkeit, Systeme miteinander zu kombinieren. So können sich beispielsweise PV und Wärmepumpe hervorragend kombinieren und eine hohe Effizienz erzielen.

Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage am Tag? – Ertragsfaktoren und Effizienz

Wie viel Strom eine Photovoltaikanlage in der Praxis wirklich erzeugt, bestimmen verschiedene Faktoren und Stellschrauben. Hier kommen die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Standort: Dabei bestimmen Region und Wetter, wie hoch die Einstrahlung ausfällt. So gibt es Unterschiede zwischen Nord und Süd, verschiedenen Höhenlagen und Regionen, in denen beispielsweise häufig Nebel vorkommt. Dienste wie Global Solar Atlas unterstützen dabei, regionale Solarenergiestatistiken abzurufen.
  • Ausrichtung & Neigung: Eine südliche Ausrichtung liefert einen starken Ertrag, Ausrichtungen wie Süd-Ost oder Süd-West können über den Tag verteilt das Ertragsfeld optimieren. Für den Neigungswinkel sind typische 30–35 ° empfehlenswert. Wichtig: Beides kann je nach Gegebenheiten variieren und sollte individuell angepasst werden.
  • Verschattung: Achte darauf, dass Gegenstände wie Gauben, Bäume oder Schornsteine kleine und größere Schatten erzeugen können. Das wiederum kann die Ertragsmenge mindern.
  • Temperatur: Viel Sonne und moderate Temperaturen sind optimal. Zu heißes Wetter kann den Stromertrag schmälern, da die Effizienz der Solarzellen sinkt.
  • Verschmutzung: Gerade bei größeren Photovoltaikanlagen können Pollen, Staub und Vogelkot für Einbußen sorgen. Sie sind zwar meist klein, machen auf das gesamte Jahr gesehen aber einen nicht bedeutungslosen Anteil aus.
  • Aufbau & Komponenten: Der richtige Aufbau und die Anordnung der PV-Module bestimmen, wie effizient die Stromerzeugung erfolgt. Auch die Technologie und Dimensionierung des Wechselrichters sind dabei entscheidend. Moderne Module mit Halbzellen- oder Bifazial-Technologie und deren Qualität in Kombination mit Mikro-Wechselrichtern optimieren bei Verschattungen.

Typische Stromproduktion pro Tag je nach Photovoltaikanlage

Wer sich fragt, wie viel Strom beispielsweise eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp pro Tag produziert, für den kommt hier eine Tabelle mit typischen, durchschnittlichen Richtwerten. Wichtig: Diese Orientierungswerte können je nach Jahreszeit, Wetter und weiteren Faktoren schwanken.

Dimensionierung in kWp

Durchschnitt pro Tag

6 kWp

ca. 15-18 kWh

7 kWp

ca. 18-21 kWh

8 kWp

ca. 20-24 kWh

10 kWp

ca. 25-30 kWh

15 kWp

ca. 38-45 kWh

20 kWp

ca. 50-60 kWh

Übrigens: Außerdem ist anhand des Wirkungsgrades in Prozent ersichtlich, wie viel Sonnenenergie ein Solarmodul in Strom umwandeln kann. Dieser Wert ist im Datenblatt ersichtlich, allerdings sollte er ausschließlich der Orientierung dienen. In der Praxis entscheiden in der Regel die oben erwähnten Faktoren wie Verschattung, Systemanordnung, Art der Komponenten und Monitoring darüber, wie hoch der Ertrag und die Effizienz ausfallen.

Passt eine Photovoltaikanlage zu deinem Vorhaben? So findest du es heraus

Vor allem bei der Errichtung auf einem Dach ist entscheidend, dass Anlage und Konstruktion an den Dachtyp angepasst sind. So besteht die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage auf einem Steildach, Flachdach, Blech- oder Trapezdach – aber auch auf weiteren Sonderformen mit Gauben oder verwinkelten Dächern – zu montieren. Je nach Dachtyp fallen Aufwand, Material und Konzept verschieden aus, um Dachdichtigkeit, Belastung, Zugänglichkeit und die richtige Ausrichtung/den Neigungswinkel zu berücksichtigen. Hier kommen weitere wichtige Punkte, die es zu beachten gilt:

Dachausrichtung & Dachneigung

Werden die Module der PV-Anlage in Richtung Süden ausgerichtet, wird damit in der Regel ein hoher Gesamtertrag erzielt. Die Ausrichtung ist vor allem dann sinnvoll, wenn mittags der meiste Strom genutzt wird. Wer tagsüber nicht zuhause ist oder den meisten Strom eher vormittags oder nachmittags nutzt, kann sich zusätzlich für eine erweiterte Süd-Ost- oder Süd-West-Ausrichtung entscheiden. Auch auf den richtigen Neigungswinkel ist zu achten. Er liegt bei typischen 30–35 °C und kann später variabel angepasst werden. In Kombination mit einem Monitoring wird ersichtlich, mit welchem Neigungswinkel der höchste Ertrag erzielt wird.

Verschattungen erkennen und entsprechend reagieren

Schon kleine Mengen an Schatten (Teilverschattungen) können dafür sorgen, dass der Stromertrag sinkt. Liegt eine Verschattung vor, können die einzelnen Module entsprechend angeordnet oder spezielle moderne Module und ein Wechselrichter genutzt werden. Sie sind darauf ausgelegt, den Ertrag entsprechend zu optimieren. Moderne Wechselrichter erkennen Verschattungsmuster automatisch, passen die Leistung einzelner Stränge an und verhindern so Leistungsverluste. Das sorgt dafür, dass selbst bei wechselnden Lichtverhältnissen ein stabiler und hoher Ertrag gewährleistet bleibt.

Elektroinstallationen im Haus

Es ist zu überprüfen, ob der Zählerschrank mit einer PV-Anlage kompatibel ist und ausreichend Platz für Komponenten und Leitungswege bietet. Auch der Zähler selbst muss darauf ausgelegt sein, Bezug und Einspeisung gleichzeitig aufzuzeichnen. Auch müssen spezielle Sicherheits- und Schutzkomponenten in die Planung einbezogen werden. Dazu gehören passende Schutzschalter und ein Überspannungsschutz der PV-Anlage. Aber auch die Anschlussleistung und Vorgaben des Netzbetreibers sind zu berücksichtigen. Hier sind ggf. Anpassungen erforderlich.

Gewicht & Statik

Die größte Last setzt sich aus den Modulen selbst, der Unterkonstruktion, dem Befestigungsmaterial und möglichen Wind- und Schneelasten zusammen. In diesem Zusammenhang ist ein Blick auf den Dachtyp und dessen aktuellen Zustand wichtig. Ist die Konstruktion stark genug, um den Belastungen standzuhalten? Oder sind hier ggf. Optimierungen erforderlich? In diesem Falle ist ein professioneller Statiker notwendig, der überprüft, was möglich ist, und wo optimiert werden muss. Gewicht und Statik sollten keinesfalls grob geschätzt und auf gut Glück bewertet werden.

Die Wahl der richtigen Anlagengröße

Bei der Festlegung der richtigen Größe dient der Jahresverbrauch (kWh/Jahr) als wichtige Basiszahl. Ihn findest du in der letzten Jahresabrechnung deines Stromanbieters. Ziel bei der Festlegung sollte es sein, entsprechend des Stromverbrauches nicht die größtmögliche Anlage zu wählen, sondern sie so zu planen, dass sie passend ist – also wirtschaftlich und alltagstauglich.

Dabei ist auch das Verbrauchsprofil zu berücksichtigen: Wer tagsüber zuhause und beispielsweise im Homeoffice ist, hat in der Regel einen höheren Eigenverbrauch. Wer hingegen tagsüber unterwegs ist, hat eher einen Überschuss, der clever genutzt werden sollte. Hier können ein Stromspeicher und eine smarte Steuerung unterstützen. So werden entscheidende Abnehmer wie Waschmaschine oder Warmwasseraufbereitung gezielt genutzt, um den Überschuss sinnvoll zu nutzen.

Richtige Dimensionierung und Planung der Dachfläche und Anlage

Als grober Richtwert und Faustformel gilt: Pro 1000 kWh Jahresstromverbrauch sind etwa 1 kWp Photovoltaik-Leistung einzuplanen.

Bei der Planung der Dachfläche kann grob damit gerechnet werden, dass jedes Modul etwa 2 m² Fläche benötigt (dieser Wert kann je nach Modulart abweichen). Wird jetzt die Anzahl der möglichen Module ermittelt, deren möglicher jährlicher Stromertrag berechnet und mit dem eigenen Jahresstromverbrauch verglichen, ergibt sich daraus die Anzahl der PV-Module.

Beispiel: Liegt der Jahresstromverbrauch bei 4000 kWh, ein Modul hat 2 m² Fläche und 400 Wp Leistung, sind grob 10 Solarmodule erforderlich. Entsprechend liegt die erforderliche Dachfläche bei 20 m².

Tipp: An die Zukunft denken, um die Anlage später erweitern zu können

Wer zukünftig weitere Komponenten und Stromabnehmer einplant, sollte sie mit in der Planung berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise ein E-Auto mit Wallbox, die Errichtung einer Wärmepumpe, oder geplanter Nachwuchs.

So können von Anfang an mehr Module mit eingeplant werden und du hast später deine Ruhe. Die Photovoltaikanlage kann aber auch so geplant werden, dass sie später flexibel erweitert werden kann. Dann müssen nur noch weitere Module installiert werden, um den Stromertrag zu erhöhen.

Wichtig: Achte darauf, dass Komponenten wie Solarmodule, Wechselrichter und Dach kompatibel und erweiterbar sind, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Kosten einer PV-Anlage: Preise, Faktoren & Wirtschaftlichkeit

Schaut man auf die Kosten einer Photovoltaikanlage, setzen sie sich aus verschiedenen Blöcken zusammen. Dazu zählen vor allem die Hauptkosten für Komponenten wie Module, Wechselrichter und Unterkonstruktion. Aber auch die Montage, damit verbundene Elektroarbeiten und Anmeldung/Netzanschluss sind entscheidend.

Wer einen Stromspeicher plant, die Anlage mit einem EMS (Energiemanagement) clever steuern, oder eine Wallbox installieren möchte, muss mit weiteren Kosten rechnen.

Beispielkosten für eine Anlage mit 4 kWp:

  • Anschaffungskosten für sämtliche Komponenten: ca. 4000 Euro
  • Montage und Elektroinstallation: ca. 2500 Euro
  • Anmeldung & Inbetriebnahme: ca. 500 Euro

Amortisation: Ab wann hat sich eine Photovoltaikanlage bezahlt gemacht?

Die Amortisation beschreibt den Zeitraum, der erforderlich ist, bis sich die Investition einer Photovoltaikanlage bezahlt gemacht hat. Dabei sind der Eigenverbrauch der Anlage und die Einspeiseerlöse den Kosten der Anlage gegenüberzustellen.

Das folgende Rechenbeispiel zeigt, wann eine Photovoltaikanlage vollständig bezahlt wäre:

  • Kosten für die Anlage aus dem vorherigen Rechenbeispiel: 7.000 Euro
  • Jahresertrag der Anlage: ca. 4000 kWh/Jahr
  • Eigenverbrauch: 30 % (1.200 kWh)
  • Einspeisung: 70 % (2.800 kWh)
  • Aktueller Strompreis: 0,35 €/kWh

Einspeisevergütung: 0,08 €/kWh

Berechnung des jährlichen Nutzens:

  • Ersparnis durch den Eigenverbrauch: 1200 kWh x 0,35 € = 420 €
  • Vergütung für die Einspeisung: 2800 kWh x 0,08 € = 224 €
  • Jährlich: 644 €

Amortisation: 7000 € / 644 € = ~10,9 Jahre

Hieraus ergibt sich also eine Amortisationszeit von knapp 11 Jahren. Nach diesem Zeitraum sind die Kosten für die Anlage vollständig gedeckt.

Finanzierung und Förderung: Diese Möglichkeiten gibt es

Für den Kauf und die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage bietet es sich an, Eigenkapital zu verwenden und/oder eine Finanzierung zu nutzen. Darüber hinaus stehen verschiedene Förderungen für PV-Anlagen zur Verfügung, die zusätzliche Unterstützung bieten. Dazu gehören etwa Förderangebote der KfW-Bank, aber auch regionale Förderaktionen von Ländern und Kommunen.

Jedes einzelne Photovoltaikprojekt fällt sehr individuell aus. Entsprechend ist es nur schwer möglich abzuschätzen, wie hoch die Kosten für eine PV-Anlage tatsächlich ausfallen. Gerne erstellen wir dir ein unverbindliches Angebot, bei dem sämtliche Kosten und attraktive Fördermaßnahmen enthalten sind.

Jetzt kostenloses, unverbindliches Angebot einholen!

Eigenverbrauch oder Einspeisung? So wird der Solarstrom clever genutzt

Der Eigenverbrauch einer PV-Anlage bedeutet, dass der gewonnene Solarstrom selbst genutzt wird. Entsprechend wird der Stromeinkauf beim Netzanbieter eingespart. In den letzten Jahren ist die Einspeisevergütung für PV-Anlagen immer weiter gesunken, weshalb sich der Eigenverbrauch immer mehr lohnt.

Entsprechend ist es wichtig, den Eigenverbrauch so gut es geht zu maximieren. Deshalb sollten die Spitzenlasten möglichst in die Sonnenstunden verschoben und beispielsweise der Geschirrspüler aktiv sein. Mit dem richtigen Monitoring sind Stromertrag und Verbrauch im Blick und können entsprechend optimiert werden.

Auch die Kombination mit einem Stromspeicher kann je nach Tagesprofil hilfreich sein. Dazu gehört auch die smarte Steuerung von Haushaltsgeräten. Bist du tagsüber auf Arbeit und kannst die Waschmaschine nicht einschalten? Befülle sie einfach vorher. Erkennt das Energiemanagement vollen Sonnenschein und aktuell einen hohen Stromertrag, wird die Maschine automatisch eingeschaltet.

Einspeisevergütung, EEG & Solarspitzengesetz

Die Vergütung für die Einspeisung des Solarstroms ist gesetzlich geregelt. Die genauen Vergütungssätze variieren je nach Zeitpunkt der Anlageninbetriebnahme und dem Modell. Außerdem gilt seit dem 25.02.2025 das Solarspitzengesetz. Es besagt, dass bei einer neuen Photovoltaikanlage ohne Steuerbox und Smart-Meter die Einspeisung vorübergehend auf 60 % begrenzt sein kann.

Aufbau einer Photovoltaikanlage: Diese Komponenten sind wirklich erforderlich

Häufig steht die Frage im Raum, welche Komponenten und Bauteile erforderlich sind, um eine vollständige Photovoltaikanlage zu betreiben. Hier kommen zunächst die Hauptkomponenten, ohne die ein Betrieb nicht möglich ist:

  • Solarmodule, um DC-Gleichstrom zu erzeugen.
  • Wechselrichter zur Umwandlung zu AC-Haushaltsstrom (Wechselstrom).
  • Unterkonstruktion zur Montage auf dem Dach.
  • Schutztechnik und Verkabelung wie ein Überspannungsschutz, der die PV-Anlage vor Schäden schützt.
  • Zähler zur Erfassung von Stromeingängen und ‑ausgängen.
  • Erdung und Potenzialausgleich zum Personen- und Anlagenschutz.

Darüber hinaus stehen weitere optionale Komponenten an, um den Funktionsumfang zu erweitern:

  • Stromspeicher für mehr Unabhängigkeit und zur Steigerung des Eigenverbrauchs.
  • Energiemanagement/Monitoring zur cleveren Steuerung von Verbrauchern und Überwachung des Energieflusses.
  • Wallbox zum Aufladen von E-Autos.

Bei den Komponenten selbst gibt es ebenfalls Unterschiede. So stehen unter anderem Solarmodule als Glas-Glas-Variante zur Auswahl, die robuster und langlebiger sind. Glas-Folie-Module sind etwas günstiger, können aber empfindlicher sein. Auch bei den Wechselrichtern gibt es entscheidende Unterschiede. Neben normalen String-Wechselrichtern sind auch Mikro-Wechselrichter verfügbar, die vor allem bei kleinen Flächen und Teilverschattungen effizienter arbeiten. Hybrid-Wechselrichter sind wichtig, wenn ein Stromspeicher integriert werden soll.

Gerade für Laien ist es nicht einfach, sich für die richtigen Komponenten zu entscheiden und bei immer neuen Technologien durchzublicken. Dir geht es auch so? venturama Solar hilft dir dabei, die passenden Komponenten zu wählen, um eine effiziente Photovoltaikanlage aufzustellen. Sprich uns an!

Wahl der richtigen Unterkonstruktion für hohen Dachschutz und Stabilität

Die Unterkonstruktion bildet das Grundgerüst, auf dem die Solarmodule befestigt werden. Die Wahl einer richtigen und hochwertigen Konstruktion ist wichtig, damit die Photovoltaikanlage lange hält und stabil steht. Entscheidende Eigenschaften sind vor allem Korrosionsschutz, dichter Dachschutz und eine hohe Lastabtragung, wenn es schneit oder windig ist.

venturama Solar ist auf hochwertige Unterkonstruktionen Made in Germany spezialisiert. Mit unserem starken Planungstool empfehlen wir dir das ideale robuste Gerüst, das sämtlichen Ansprüchen gerecht wird. Nur so sind ein sauberer Ablauf und eine lange Haltbarkeit sichergestellt.

Wichtige Varianten im Überblick – finde heraus, welche zu dir passt

Wer denkt, dass es Anlagen nur als klassische Hausdach-Variante oder als Balkonkraftwerk gibt, liegt falsch. Je nach Bedarf besteht die Möglichkeit, Anlagen auf sämtlichen Dacharten und selbst auf offenen Freiflächen zu montieren.

Dazu gehören unter anderem Konstruktionen für Steil- und Flachdächer, für die es spezielle Montagerahmen und Aufständerungen gibt. Es steht nicht ausreichend Dachfläche zur Verfügung oder das Dach bietet ungünstige Voraussetzungen? Dann können Solarzäune und Konstruktionen für den Garten und andere beliebige Freiflächen eine Alternative darstellen.

Montage, Installation & rechtssichere Inbetriebnahme

Wer plant, die vollständige Photovoltaikanlage selbst aufzustellen, sollte beachten, dass die reine Montage nur eine Sache ist. Es sollte auch beachtet werden, dass anschließend wichtige Punkte wie Elektroanschluss, Erdung und Inbetriebnahme anstehen. Wer selbst kein Elektroniker ist, sollte diese Arbeiten unbedingt von einem Profi erledigen lassen. Nur so ist hohe Sicherheit gegeben, es entsteht keine Haftung und voller Anspruch auf Gewährleistung, wenn was schieflaufen sollte.

Auch ist unbedingt mit dem Netzbetreiber abzuklären, welche Komponenten und welches Zählerkonzept bei dem Vorhaben erforderlich sind. So werden spätere Komplikationen und erneute Umbaumaßnahmen vermieden.

 Checkliste: Von der Planung bis zur vollständigen, rechtssicheren Inbetriebnahme

  1. Planung der Anlage inkl. Komponenten und Netzanschluss.
  2. Montage und Installation der Unterkonstruktion und Solarmodule.
  3. Verbindung und Anschluss der vollständigen Anlage.
  4. Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister.

Wichtig: In jedem Falle ist während der Installation der Anlage ein Inbetriebnahmeprotokoll zu erstellen und unterzeichnen zu lassen. Hierin werden alle erforderlichen Schritte von einem Fachmann bestätigt.

Auch der Anschluss der Erdung der PV-Anlage und ein Potenzialausgleich sollten von einer Fachkraft vorgenommen werden. Sie sind entscheidend, um im Falle eines Fehlers oder einer Überspannung (z.B. bei einem Blitzeinschlag) lebensgefährliche Spannungen und Schäden zu vermeiden.

PV-Anlage anmelden und genehmigen lassen

In den meisten Fällen sind Einsteiger dazu verpflichtet, ihre neue Anlage beim örtlichen Netzbetreiber anzumelden. Zusätzlich ist eine Registrierung im Markstammdatenregister (MaStR) erforderlich. Das gilt in erster Linie für alle Photovoltaikanlagen, die mit dem öffentlichen Netz verbunden sind.

In der Regel ist keine Baugenehmigung erforderlich. Anders kann es aber aussehen, wenn ein Objekt unter Denkmalschutz steht, oder alternative Anlagenarten wie z.B. eine Fassadenanlage geplant sind. In jedem Falle kann es nicht schaden, sich vorher bei der örtlichen Kommune zu erkundigen und nachzuhaken.

Steuern, Umsatzsteuer & Steuererklärung: Diese Freigrenzen und Möglichkeiten gelten

In vielen Fällen ist eine PV-Anlage steuerfrei. So ist in der Steuerbefreiung für Photovoltaikanlagen (§ 3 Nr. 72 EStG) klar geregelt, dass Anlagen mit bis zu 30 kWp je Einfamilienhaus von der Einkommenssteuer befreit sind. Dabei gilt eine Grenze von 15 kWp je Einheit.

Außerdem bietet das Bundesministerium der Finanzen die Möglichkeit, Anlagen zu einem Umsatzsteuersatz von 0 % auf Lieferung und Installation zu fördern. Dabei sind die entsprechenden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu erfüllen, die hier aufgeführt sind.

Wer sich also innerhalb der Leistungsgrenzen befindet, kann davon profitieren. Außerdem ist dann deutlich weniger Aufwand und Papierkram erforderlich.

PV versichern und regelmäßig warten: So stehen Anlagenbesitzer auf der sicheren Seite

Wer eine Versicherung plant, sollte genau darauf achten, ob sie wirklich erforderlich ist und wann sie bei einem Schadensfall überhaupt greift. So können sich Interessenten beispielsweise bei ihrem Versicherer danach erkundigen, ob die Photovoltaikanlage mit über die Gebäudehaftpflicht abgesichert ist. Je nach Standort und Wert der Anlage könnte auch eine Elektronikschutzversicherung sinnvoll sein.

In puncto Wartung reicht es in der Regel aus, 1–2 × im Jahr eine Sichtprüfung der Kabel, Steckverbindungen und der Unterkonstruktion durchzuführen. Sind die Module sichtbar stark verschmutzt, sollte bei Bedarf auch eine Reinigung durchgeführt werden. Auch ein Vergleich des Ertrags und ein Vergleich mit den Vorjahren können dabei helfen, Unregelmäßigkeiten zu erkennen und frühzeitig zu reagieren.

Blick in die Zukunft: An morgen denken und langfristig profitieren

Die Photovoltaikanlage steht und ist in Betrieb? Herzlichen Glückwunsch! Doch das ist erst der Anfang – denn auch später besteht die Möglichkeit, smart nachzurüsten, um von verschiedenen Maßnahmen zu profitieren. Hier kommen einige Beispiele:

  • Wer vor allem abends und nachts viel Strom verbraucht, für den kann sich die Erweiterung mit einem Stromspeicher lohnen.
  • Auch bei der Anordnung der Module, des Wechselrichters und im Zählerschrank sollte vorgeplant werden. Besteht später höherer Strombedarf, ist die Anlage dadurch flexibel erweiterbar.
  • Eine intelligente Wallbox lädt ein E-Auto bevorzugt immer dann, wenn gerade ein Überschuss vorhanden ist.
  • Zusätzlich kann ein E-Auto als erweiterter Stromspeicher dienen und steht als klassischer Speicher oder Notstromreserve zur Verfügung.
  • Ist der Strom flexibel steuerbar, kann sich ein dynamischer Stromtarif lohnen.

Plane jetzt deine eigene Photovoltaikanlage und starte durch

Du bist auf der Suche nach einer professionellen Lösung, die exakt zu deinem Gebäude, deinem Verbrauch und deinen Zukunftsplänen passt? venturama Solar unterstützt dich dabei und führt eine professionelle Einschätzung, Planung und Umsetzung aus einer Hand durch. Dabei setzen wir auf ein professionelles Planungstool, eine hochwertige Unterkonstruktion, Statik, vollständige Elektroplanung und einen festen Ansprechpartner, der jederzeit an deiner Seite steht. Es soll nicht irgendeine Solaranlage sein, sondern deine.

Jetzt kostenlos und unverbindlich beraten lassen

Ja, in vielen Fällen steigert sich der Wert, da die Stromkosten niedriger sind und das Objekt unabhängiger ist. Ein genauer Wert hängt von Anlagekonzept, Zustand und Dokumentation ab.

Oftmals ist der Kauf am wirtschaftlichsten – vor allem dann, wenn der Stromertrag vollständig selbst genutzt wird.

Moderne Module sind kompakt und professionell verbaut, auch andere Komponenten stören so gut wie gar nicht. Auch das Betriebsgeräusch beschränkt sich lediglich auf ein leises Summen des Wechselrichters.

Nein, ein intelligentes Smart-Home-System ist lediglich eine Erweiterung, für den Grundbetrieb aber nicht erforderlich.

Die Solarmodule sind auf eine lange Lebenszeit ausgelegt und halten typischerweise über mehrere Jahrzehnte. Komponenten wie ein Wechselrichter oder ein Stromspeicher müssen in der Regel früher ersetzt werden.

Grundsätzlich sind moderne Anlagen so gebaut, dass sie derartigen Belastungen standhalten. Allerdings sind Schäden nie ganz ausgeschlossen. Dabei kann es helfen, auf entsprechende Komponenten zu setzen und einen Versicherungsschutz in Betracht zu ziehen.

Mal eben auf die Schnelle eine Anlage abbauen und umziehen ist schwierig, da sie fest auf das Gebäude verbaut und zugeschnitten ist. Bei einem anstehenden Hausverkauf sind in jedem Falle sämtliche Dokumentationen wie Pläne und Garantienachweise bereitzuhalten.

Weitere Informationen über den gesperrten Inhalt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Trusted Shops. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen